Heilpraktikerschulen

Wer Heilpraktiker werden will, hat die Qual der Wahl, was Heilpraktikerschulen betrifft. In Deutschland gibt es hunderte Schulen, große sowie kleine. Wie und nach welchen Kriterien soll die Wahl getroffen werden? Wir haben einige Tipps zusammengestellt.

Wie finde ich seriöse Anbieter?

Bei der Vielzahl an Heilpraktikerschulen können immer wieder schwarze Schafe auftauchen. Deswegen sollten Sie sich – bevor Sie sich voreilig für eine Heilpraktikerschule entscheiden – verschiedene Schulen miteinander vergleichen.

Hören Sie dabei auch auf Ihr Bauchgefühl. Der erste Eindruck zählt und in der Regel liegt unser Bauch richtig.

Bestellen Sie sich – falls Sie sich für ein Fernstudium interessieren – Lernmaterial zur Probe oder nehmen Sie – wenn es sich um einen Präsenzkurs handelt – an Probeseminaren teil. Wie ist ihr Eindruck? Ist das Lernmaterial übersichtlich und ansprechend strukturiert? Sind die Kurse zu groß?

Bestellen Sie sich außerdem Infomaterial. Viele Informationen zur Heilpraktiker Ausbildung finden Sie zwar auf den Internetseiten, aber häufig erhalten Sie mehr Infos, wenn Sie Flyer und Broschüren anfordern – zum Beispiel müssen die Kosten teilweise bei den Heilpraktikerschulen erfragt werden.

Hilfreich ist es auch, wenn Sie sich eine Liste anlegen und dort die verschiedenen Heilpraktikerschulen aufführen, an denen Sie sich die Heilpraktiker Ausbildung vorstellen können. Schreiben Sie die verschiedenen Leistungen, Kosten oder auch Dauer auf, um alles übersichtlich miteinander vergleichen zu können.

Ein gutes Zeichen sind auch Zertifizierungen, zum Beispiel bei einem Fernlehrgang durch die ZFU oder AZAV, was bedeutet, dass die Ausbildung durch einen Bildungsgutschein von der Agentur für Arbeit (mit)finanziert wird.

Sie brauchen einen Überblick über die vielen Heilpraktikerschulen? Sie wollen Schulen miteinander vergleichen, aber wissen noch nicht, welche und welche es gibt? Dann werfen Sie mal einen Blick auf die nachfolgenden Heilpraktikerschulen:

Heilpraktikerschulen:
Welche ist die Richtige für mich?

Welche Lehrgangsform passt für mich?

Ob Sie sich für eine bestimmte Heilpraktikerschule entscheiden, mag auch von den Lehrgangsformen abhängen, die angeboten werden. Vielleicht möchten Sie einen Fernlehrgang absolvieren, den aber nicht jede Heilpraktikerschule im Programm hat.

Viele Heilpraktikerschulen bieten verschiedene Lehrgangsformen an. Das sind Vollzeitlehrgänge, bei denen Sie ausschließlich die Heilpraktiker Ausbildung absolvieren und keine Zeit haben, einem anderen Job nachzugehen. Das sind aber auch berufsbegleitende Lehrgänge, die als Wochenend-, Abend- oder Vormittagskurse angeboten werden. Auch Schnell- oder Intensivkurse bieten viele Heilpraktikerschulen an, die richten sich an Menschen, die bereits medizinische Vorkenntnisse mitbringen. Sie können sich aber auch für einen Fernlehrgang entscheiden, bei dem Sie bequem und flexibel von zu Hause aus lernen können.

Überhaupt stellt sich die Frage, welche Art von Lehrgang Sie machen wollen – und das ist wiederum eine Frage des Lerntyps.

Welcher Lerntyp sind Sie?

Gehören Sie zu den Leuten, die gerne im Klassenverbund arbeiten, Präsenzunterricht genießen und Verbindlichkeiten wie etwa feste Uhrzeiten brauchen, dann eignet sich auf jeden ein Präsenzkurs für Sie. Ob Voll- oder Teilzeit hängt von Ihren persönlichen Lebensumständen ab.

Wenn Sie maximale Flexibilität bevorzugen und in Eigenregie gut lernen können (manch einer tut sich einfach schwer damit), dann eignet sich ein Fernlehrgang. Auch wenn Sie von zu Hause aus lernen, kommt die Praxis nicht zu kurz, denn in der Regel beinhalten die Heilpraktiker-Fernlehrgänge zwei bis drei Präsenztage.

Wie viel Praxisbezug gibt es?

Wer nur die Theorie kennenlernt, wird es „im wahren Leben“ schwer haben. Deswegen sollten Sie sich auch die Lehrpläne der Heilpraktikerschulen genau ansehen und prüfen, ob es genug Praxisanteile gibt. Zu diesem Zweck haben die Heilpraktikerschulen eigene Räumlichkeiten und Lehrpraxen, damit die Heilpraktikeranwärter sich in der Praxis ausprobieren und mit Patienten üben können. Das ist allerdings nicht überall gegeben, also gilt auch hier wieder, informieren und sich klar machen, was Ihre Ziele sind.

Was lehren die Heilpraktikerschulen?

Grundsätzlich sind die Ausbildungen, die die Heilpraktikerschulen anbieten, nicht staatlich geregelt. So könnten die Schulen theoretisch lehren, was sie wollen. Aber: Heilpraktiker kann nur werden, wer die amtsärztliche Prüfung beim Gesundheitsamt besteht und dies ist wiederum gesetzlich vorgeschrieben. Somit ist den Heilpraktikerschulen natürlich daran gelegen, all ihre Teilnehmer so gut auf die Prüfung vorzubereiten, dass sie bestehen.

Gelehrt wird also, was für die Heilpraktikerprüfung relevant ist. Nichtsdestotrotz sollten die Heilpraktikerschulen nicht nur dieser „Pflicht“ nachkommen, sondern darüber hinaus einen Mehrwert vermitteln und zum Beispiel auf das Berufsleben und die Praxisgründung vorbereiten.

Themen sind unter anderem:

  • Anatomie und Physiologie
  • Terminologie
  • Allgemeine Krankheitslehre
  • Erkennung und Unterscheidung von Krankheiten
  • Erkennung und Umgang mit Notfällen und lebensbedrohlichen Zuständen
  • Injektionstechniken
  • Praxishygiene und steriles Arbeiten
  • Naturheilkundliche Therapien
  • Alternative medizinische Methoden
  • Anamneseerhebung, Untersuchung und Diagnose
  • Berufs- und Gesetzeskunde
  • Praxisführung

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Alle Fachbereiche auf einen Blick findest Du unter: www.das-richtige-studieren.de

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